Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 16.10.2026

Gebremste Stimmung im Wohnungsbau

Im September 2026 war die Stimmung im Wohnungsbau pessimistischer als im Vormonat. Das Geschäftsklima sank von -22,5 im August auf -25,1 Punkte. Die Unternehmen sind vor allem in Bezug auf das Geschäft der kommenden Monate skeptischer, bewerten ihre aktuelle Lage aber weitgehend gleich. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen: "Die Zinserhöhung der EZB dürfte die Zuversicht im Wohnungsbau gedämpft haben. Die Aussicht auf wieder höhere Finanzierungskosten belastet die Branche."

Der Anteil der Unternehmen mit Auftragsmangel blieb im September unverändert bei 41,3 %. Gleichzeitig wurden mehr Projekte storniert: 14,1 % der Unternehmen berichteten von abgesagten Aufträgen, nach 13,4 % im August. Dabei spielen Materialengpässe im Wohnungsbau kaum eine Rolle. Zwar stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 2,9 auf 4,2 %, blieb im Vergleich zu anderen Branchen aber auf niedrigem Niveau. "Die entscheidende Herausforderung bleibt die schwache Auftragslage. Für eine nachhaltige Erholung müssen mehr Bauvorhaben tatsächlich umgesetzt werden", so Klaus Wohlrabe.

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